Reform des Bildungssystems beschlossen

15.05.24 –

Pressemitteilung Thekla Walker, MdL, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Allen Kindern mit guter Bildung faire Startchancen ermöglichen – das ist das höchste politische Ziel der Grünen Landtagsfraktion.

Als Land haben wir nun ein umfassendes Bildungspaket beschlossen. Das von uns geschnürte Maßnahmenpaket ist die größte bildungspolitische Reform seit mindestens zehn Jahren, seit der Einführung der Gemeinschaftsschule.

Mit dem Sprachförderpaket sowie den Beschlüssen für den Ausbau des verbindlichen Ganztags, einer attraktiven integrativen Säule und einem neuen G9 gehen wir einen historischen Schritt für bessere Bildung in Baden-Württemberg.

Das schafft Planungssicherheit für Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Die Beschlüsse bedeuten einen Aufbruch in der Bildungspolitik, die diese Legislatur überdauern wird.

 

Wir stellen den Anfang ins Zentrum:

· Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Mit unserem Paket zur Sprachförderung legen wir die Basis dafür, dass Kinder nicht bereits vor dem Schuleintritt abgehängt werden. Nur wer Deutsch beherrscht, kann auch ausreichend lesen, schreiben und rechnen lernen. Das Konzept besteht aus fünf Säulen, nähere Informationen finden sich hier: SprachFit: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (baden-wuerttemberg.de)

· Ganztag ist der Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit. Wir bauen die Ganztagsgrundschulen aus, um den Kindern die Unterstützung zu bieten, die sie benötigen. Gleichzeitig stärken wir damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Win-Win-Situation für die Fachkräfte von heute und von morgen.

· Schule ist mehr als nur Unterricht. Deshalb bringen wir mehr multiprofessionelle Teams in unsere Grundschulen: Sozialpädagog*innen, Ergotherapeut*innen und Logopäd*innen unterstützen die Kinder und entlasten die Lehrkräfte.

· Die Grundschulempfehlung wird weiterentwickelt und auf eine breitere Basis gestellt. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler bekommen damit für die Wahl der passenden Schulform in der Sekundarstufe 1 eine bessere Orientierung. Die Grundschulempfehlung erfolgt nach den Kriterien:

1. Empfehlung der Lehrkraft, auf Basis der Schulnoten

2. Landesweit einheitliches Beobachtungsinstrument (Kompass 4)

3. Elternwunsch

Für den Fall, dass der Elternwunsch von der institutionellen Empfehlung abweicht, werden die Gymnasien einen verbindlichen Potenzialtest anbieten, der über eine Aufnahme am Gymnasium entscheidet.

 

Wir stärken die integrative Säule:

· Wir reduzieren die Komplexität der weiterführenden Schulen. Werkrealschulen, Hauptschulen und Realschulen sollen sich mittelfristig zu Verbundrealschulen weiterentwickeln. Zusammen mit den Gemeinschaftsschulen bilden die Realschulen/Verbundrealschulen die integrative Säule.

· Wir etablieren in der integrativen Säule einen klaren Bildungsweg zum Abitur. Realschulen und Gemeinschaftsschulen gehen feste Kooperationen, Gemeinschaftsschulen zudem Verbund-Oberstufen mit beruflichen oder allgemeinbildenden Gymnasien und bestehenden Oberstufen an Gemeinschaftsschulen ein.

· Wir stärken das individuelle Lernen. Gemeinschaftsschulen erhalten für das bereits vorhandene Coaching zusätzliche Stunden.

 

Wir entwickeln das Gymnasium der Zukunft:

· Das Gymnasium wird neunjährig. Zum Schuljahr 2025/2026 führen wir G9 aufwachsend ab Klasse 5 und 6 ein.

· Es wird auch weiterhin die Möglichkeit geben, das Abitur in 8 Jahren abzulegen.

· Wir gehen dabei nicht zurück zu einer alten Lösung, sondern entwickeln das Gymnasium der Zukunft, angepasst an die Bedürfnisse und Herausforderungen in einer veränderten Welt.

Foto: Copyright © Lena Lux

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2024 | Pressemitteilung

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